WHO zeichnet Niederösterreich als internationale Modellregion für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen au
25.09.2024
25.09.2024
St. Pölten. Niederösterreich nimmt bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung international eine Vorreiterrolle ein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dazu nun einen zweiten Bericht veröffentlicht, der die grenzüberschreitenden Gesundheitsprojekte Niederösterreichs in den Fokus rückt. Die Gesundheitsversorgung ist national organisiert und endet in vielen Gesundheitsbereichen noch immer an der Grenze, was den Zugang zu wohnortnahen Gesundheitsdienstleistungen erschwert. Dank seiner grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich mit den benachbarten Regionen wurde Niederösterreich als erstes Bundesland von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als internationale Modellregion ausgewählt.
„Die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheits- und Sozialbereich ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der lokalen Gesundheitsversorgung,“ erklärt Landesrat Ludwig Schleritzko. Niederösterreich, das im Herzen Europas liegt und an Tschechien, die Slowakei sowie unmittelbar an Ungarn grenzt, hat das Potenzial der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit frühzeitig erkannt und sich in diesem Bereich europaweit an die Spitze gesetzt.
Besonders in dünn besiedelten Grenzregionen trägt die Zusammenarbeit entscheidend zur Optimierung von Ressourcen wie medizinischem Personal und Geräten bei. Durch die gemeinsame Nutzung dieser Ressourcen können medizinische Angebote erweitert, Kosten gesenkt und die Wertschöpfung in der Region erhöht werden. Gleichzeitig fördert der Wissen- sund Erfahrungsaustausch über die Grenzen hinweg die Qualität der Gesundheitsversorgung.
Die WHO hat Niederösterreich nun für seine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung als Best Practice Region ausgezeichnet. Diese Anerkennung unterstreicht die Vorreiterrolle des Bundeslands in Europa, die durch enge Zusammenarbeit mit den Nachbarländern erreicht wurde. Um die erfolgreichen Vorzeigeprojekte der Initiative Healthacross weltweit bekannt zu machen und andere Regionen zur Nachahmung zu motivieren, hat die WHO bereits ihren zweiten Bericht darüber veröffentlicht.
Grenzüberschreitende Gesundheitsprojekte sichern eine wohnortnahe medizinische Versorgung und fördern den Wissensaustausch zwischen den Ländern. Die WHO-Anerkennung und der dazugehörige Bericht spiegeln die Innovationskraft der Region wider und stärken ihre internationale Vorbildwirkung im Gesundheitswesen. „Die Auszeichnung der WHO bestätigt unsere Bemühungen, den Menschen eine bestmögliche medizinische Versorgung direkt in ihrer Nähe zu bieten. Entscheidend ist für uns, dass unsere Maßnahmen vor allem den Menschen vor Ort zugutekommen und sie Zugang zu medizinischen Leistungen auf höchstem Niveau haben,“ so der für die Kliniken zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko.
BILDTEXT v.l.n.r.
DI Ludwig Schleritzko, Landesrat für Finanzen und Landeskliniken
Mag. Dr. Elisabeth Bräutigam, MBA, Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur
Dr. Bettina Menne, Senior Policy Adviser, WHO Regional Office for Europe
Fotocredit: © NÖ Landesgesundheitsagentur, Initiative Healthacross